Der Maritime Standort Norddeutschland – länderübergreifend aktiv

 

Die von deutschen Reedern kontrollierte Containerschiffsflotte ist nach wie vor die größte der Welt. Entwicklung: Schiffbau und Meerestechnik bilden den Kernbereich der maritimen Wirtschaft. Sie umfasst alle industriellen Fertigungen und die dazu gehörenden Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit der Nutzung von Meeren und Binnengewässern Wertschöpfung erzielen. Die maritime Industrie setzt sich zusammen aus Werften, Systemanbietern, Herstellen von Komponenten, Einrichtungen und Zubehör sowie technischen und betriebswirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmen. Die gesamte Branche umfasst zirka 2 800 Unternehmen mit 80 000 überwiegend hochtechnologischen Arbeitsplätzen, deren jährliche Umsätze mit mindestens 18 Milliarden Euro beziffert werden. Forschung: Im Bereich der Meerestechnik werden Themen der Fördertechnik für die Energie- und Rohstoffversorgung aus dem Meer vorrangig betrieben. 2014 befanden sich insgesamt 282 Einzelvorhaben in der Bearbeitung, die ein Fördervolumen von 138 Millionen Euro repräsentieren. Maritime Ausbildung: Bis Ende 2014 wurden 208 neue Ausbildungsverhältnisse mit 46 Reedereien abgeschlossen (Vorjahr: 170 Stellen). Umsatzanteile: Insgesamt 43 Prozent setzen die fünf norddeutschen Bundesländer, die auch im maritimen Cluster vereint sind, gesamt um.

(Quelle: Jahresbericht der Marine 2015 zur Bedeutung der Maritimen Wirtschaft)
 

In Norddeutschland konzentrieren sich viele der maritimen Branchen und wissenschaftlichen Einrichtungen und bilden über vielfältige Netzwerke ein bedeutsames Wirtschaftscluster. Die Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen und Schleswig-Holstein unterstützen die Clusterbildung länderübergreifend durch das Maritime Cluster Norddeutschland.

Seit Anfang 2011 besteht diese einzigartige Plattform zur Koordinierung der Länderinteressen in der Clusterentwicklung und als Moderator der Schnittstellen zwischen den Sektoren der Maritimen Wirtschaft und angrenzenden Technologiebereiche. Als Mitglied und Partner im MCN e. V. profitieren Unternehmen von einer langfristig angelegten Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand, Wirtschaft und Wissenschaft und nutzen ein breites Informations- und Kooperationsnetzwerk, um Innovationen voran zu treiben.

Neben den länderübergreifenden Aktivitäten unterstützt der MCN e. V. durch seine regionalen Geschäftsstellen auch länderspezifische Schwerpunktthemen.

Die norddeutschen Länder nehmen ihre besondere politische Verantwortung für die maritimen Akteure auf vielfältige Weise wahr. Regelmäßige Treffen der Wirtschafts- und Verkehrsminister sowie der Wissenschaftsminister der norddeutschen Länder ermöglichen ein abgestimmtes Vorgehen in den relevanten Politikbereichen.

Außerdem engagieren sich die Küstenländer bei der Umsetzung des Nationalen Masterplan Maritime Technologien der Bundesregierung und beteiligen sich alle zwei Jahre an der Ausrichtung der Nationalen Maritimen Konferenz.
 

Die Ansprechpartner der Länder zum MCN e. V. finden Sie hier.

Weitere Informationen zu den Schwerpunkten und Aktivitäten der Länder im Bereich der Maritimen Wirtschaft bieten die folgenden Links:

Freie Hansestadt Bremen:
Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen
Maritimes Cluster im Land Bremen

Freie Hansestadt Hamburg:
Schiffbau, maritime Wirtschaft Freie und Hansestadt Hamburg

Land Mecklenburg-Vorpommern
Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern

Land Niedersachsen
Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Schleswig-Holstein
Maritime Wirtschaft Schleswig-Holstein
Meerespolitik Schleswig-Holstein