MCN-Studie: Perspektiven des 3D-Drucks für die maritime Wirtschaft in Norddeutschland

  • 23.08.2017

Ende 2016 veranstaltete das Maritime Cluster Norddeutschland einen Workshop zum Thema 3D-Druck in der maritimen Wirtschaft. Aufgrund der großen Resonanz und des steigenden Interesses an den hiermit verbundenen Technologien, gab das MCN die Studie „Perspektiven des 3D-Drucks für die maritime Wirtschaft in Norddeutschland“ in Auftrag. Am 25. August 2017 wurde die Studie veröffentlicht.

Der Einsatz von 3D-Druck-Technologie im maritimen Bereich steht noch am Anfang seiner Möglichkeiten. Zukünftig dürfte das additive Produktionsverfahren an Bedeutung gewinnen, denn es ermöglicht eine flexible, schnelle und unabhängige Produktion und Aufarbeitung von Kleinserien sowie Einzelstücken. Auf Basis von digitalen Konstruktionsdaten wird ein Produkt oder Bauteil beim 3D-Druckverfahren durch das Ablagern von Material schichtweise aufgebaut. Neben Plastikgrundstoffen und speziellen Kunstharzen kommen mittlerweile auch Keramik, Zement, Glas, unterschiedliche Metalle und Metalllegierungen sowie Verbundwerkstoffe zum Einsatz.

Heterogene Einsatzfelder und Wissensstände in der maritimen Wirtschaft

Additive Fertigungsverfahren, wie der 3D-Druck, stellen die Akteure im maritimen Umfeld vor sehr unterschiedliche Herausforderungen, was unter anderem den heterogenen Einsatzfeldern und den bisherigen Wissensständen zum Thema geschuldet ist. Während einige Unternehmen noch grundsätzliches Know-how aufbauen, Einsatzmöglichkeiten identifizieren und die benötigten Daten generieren, testen andere Unternehmen additive Verfahren für sich oder haben diese in ihre Produktion verankert. Auch im norddeutschen Raum arbeiten bereits einige Unternehmen an der Erprobung additiver Fertigungsverfahren.

Potenzial für den Einsatz der 3D-Druck-Technologie besteht vor allem dort, wo Bauteile dringend benötigt werden, extrem komplex sind und in geringen Stückzahlen hergestellt werden müssen. In der maritimen Industrie erfüllen nur wenige der aktuell eingesetzten Produkte diese Anforderungen. Im Vergleich zur Luftfahrtindustrie sind viele Bauteile im maritimen Sektor vergleichsweise schwer, robust und nur eingeschränkt komplex. Die Notwendigkeit, beispielsweise durch neue Designs Gewichtsreduzierungen zu realisieren, ist an vielen Stellen nicht gegeben.

Studie analysiert den aktuellen Stand zum 3D-Druck in der maritimen Branche

Die Digitalisierung in der maritimen Branche ist ein Schwerpunktthema des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN). Koordiniert durch die Geschäftsstelle Hamburg veranstaltete das MCN Ende 2016 mit seiner Fachgruppe Maritime IKT einen Workshop zum Thema 3D-Druck in der maritimen Wirtschaft. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sowie weitere Expertengespräche und Recherchen flossen in die vom MCN in Auftrag gegebene Studie „Perspektiven des 3D-Drucks für die maritime Wirtschaft in Norddeutschland“ ein.

Die Studie beleuchtet den aktuellen Stand zum 3D-Druck mit Entwicklungen, Herausforderungen und Best Practises aus dem maritimen Bereich – international sowie mit Fokus auf Hamburg und den norddeutschen Raum. Um die in der Studie ermittelten Empfehlungen weiterführend zu diskutieren, führt das Maritime Cluster Norddeutschland im September 2017 einen weiteren Workshop mit ausgewählten Vertretern der maritimen Wirtschaft in Norddeutschland zu dem Thema durch.

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Workshop:Norddeutschland als führender Standort für additive Fertigungsmethoden in der maritimen Wirtschaft
18. September 2017, 15 bis 19 Uhr
Di-Lab in der Hamburg School of Business Administration

Geleitet wird der Workshop von Prof. Dr. Jan Ninnemann von der Hanseatic Transport Consultancy, welcher auch die Studie erstellt hat. Der Workshop ist bereits ausgebucht. Sollten Sie Interesse an dem Workshop oder den Ergebnissen haben, wenden Sie sich bitte an marie.hartinger@maritimes-cluster.de.

Studie bestellen

Gerne können Sie die Studie per E-Mail an solveig.rohde@maritimes-cluster.de unter Angabe Ihrer vollständigen Rechnungsadresse kostenpflichtig bestellen. Sie erhalten die Studie in digitaler Form per E-Mail.

Die Schutzgebühr für die Studie beläuft sich auf 19,90 Euro, Mitglieder des MCN können die Studie für 9,90 Euro erwerben. SchülerInnen und Studierende erhalten einen Sonderpreis, bitte sprechen Sie uns dazu separat an.


Bildrechte: Hanseatic Transport Consultancy